Der Margeritenstich ist eine einzelne Kettenstich-Schlaufe, die ein Blütenblatt formt. Mehrere davon im Kreis angeordnet ergeben eine vollständige Blüte — eine Margerite, ein Gänseblümchen, ein Vergissmeinnicht. Er gehört zu den beliebtesten Stichen überhaupt, weil er so schnell geht und so wunderbar aussieht.

Mit etwas Übung stickt du in wenigen Minuten eine ganze Blumenwiese.

Illustration Margeritenstich — kommt bald

Schritt für Schritt

1

Blütenform festlegen

Markiere optional einen kleinen Mittelpunkt auf dem Stoff. Alle Blütenblätter beginnen an diesem Punkt und strahlen von ihm aus.

2

Faden nach oben bringen

Bringe die Nadel von unten am Mittelpunkt (oder knapp daneben) durch den Stoff.

3

Schlaufe legen

Steche die Nadel an exakt derselben Stelle (oder einem Gewebefaden daneben) wieder ein und bringe sie am gewünschten Ende des Blattes heraus — dabei den Faden als Schlaufe unter die Nadel legen bevor du durchziehst.

4

Schlaufe sichern

Ziehe den Faden vorsichtig durch, bis eine ovale Schlaufe — das Blütenblatt — entsteht. Setze dann einen kleinen Fixierstich am Ende der Schlaufe: Die Nadel kommt knapp hinter dem Schlaufenende raus und ein Stich sichert sie.

5

Wiederholen

Kehre zum Mittelpunkt zurück und setze das nächste Blütenblatt im gewünschten Winkel. 5 bis 8 Blütenblätter ergeben eine vollständige Blüte.

Setze am Ende einen Knotenstich in die Blütenmitte — das gibt der Margerite ein schönes, plastisches Herzstück.

Variationen

Kleine Blüten: 5 kurze Blütenblätter — schnell und süß.
Große Blüten: 8–10 längere Blütenblätter für eine üppige Wirkung.
Gefüllte Blätter: Die Schlaufe mit einem Plattstich füllen — ergibt volle, kräftige Blütenblätter.
Als einzelnes Blatt: Eine einzelne Margeritenschlaufe ohne Kreis eignet sich perfekt als kleines Blatt.

Für gleichmäßige Blüten: Markiere vorab mit einem Stift 5–8 Punkte gleichmäßig um den Mittelpunkt — das macht das Anordnen viel einfacher.